Fliegerschicksale über Lumda, Lahn und Ohm
  LKrs. Gießen Zeitungsbericht Ruppel
 

 

Richard Ruppel 2. v. rechts

Ein spätes Grab erzählt seine Geschichte

Spurensuche liefert nach 65 Jahren noch Antworten zum Fliegertod von Richard Ruppel aus Hungen-Obbornhofen

Unter dem Decknamen "Bodenplatte" fliegt die deutsche Luftwaffe am Neujahrstag des Jahres 1945 einen Großeinsatz gegen mehr als 15 alliierte Flugplätze in den Niederlanden und Belgien. Gut 850 Flugzeuge sind im Einsatz. Eines davon fliegt der 22-jährige Richard Ruppel aus Hungen-Obbornhofen. Es ist sein erster Feindflug. Ruppel wird über dem deutsch-belgischen Grenzgebiet abgeschossen und verliert sein Leben. Erst im Jahre 1952 erfährt sein Vater Eduard durch einen Zufall, wo sich das Grab befindet. Horst Jeckel (Rabenau) erhielt nämlich vor einigen Monaten von Hans Kress und Hans Kammer (beide Obbornhofen) einige alte Fotos, Briefe und Bücher. Überbleibsel aus den 30-er und 40-er Jahren. Gefunden hatte man sie im „Kommenturhof“, dem Elternhaus des am Neujahrstag vor 65 Jahren ums Leben gekommenen Jagdfliegers aus dem Hungener Stadtteil. Dies war Anfang einer neuen  Spurensuche.


Der erste Weg führte Jeckel zu Pfarrer Johannes Fritzsche. Der bemühte sich sehr.    Befasst er sich doch selber seit langer Zeit mit historischen Recherchen. Er berichtet: „Richard Ruppel wurde geboren am 27. Januar 1922 in Obbornhofen. Er war das einzige Kind. Seine Mutter Margarethe Ruppel, geborene Ruppel, erblickte am 20. Februar 1891 in Bettenhausen das Licht der Welt. Sie heiratete ein nach Obbornhofen am 12. Dezember 1920. Auf ihrer Seite kann ich deshalb die Verwandtschaft nicht nachverfolgen. Der Vater Eduard Ruppel aus Obbornhofen (geboren 14. September 1893) hatte noch einen älteren Bruder, der allerdings bereits mit 21 Jahren 1916 starb. Seine Frau Margarethe verstarb bereits am 9. September 1943 im Friedberger Krankenhaus. Bestattet wurde sie am 12. September 1943 um 15 Uhr in Obbornhofen – Text Matthäus 28,20. Eduard Ruppel verstarb am 23. September 1965 um 18.30 Uhr in Obbornhofen. Er wurde  bestattet am Sonntag, 26. September 1965 um 13 Uhr – Text Jeremia 15,15. Andere nahe Angehörige gibt es keine mehr.“


In der Kommenturgasse 4 bei Hans Kress (74) trafen sich die Zeitzeugen Hugo Schneider (* 1916) und Albert Wolf (* 16. Juni 1921, + 07. August 2009). Beide kannten Richard gut. Beim Anschauen der alten Fotos erinnern sie sich an manche Anekdote: „Wir gingen damals erst in die kleine und dann in die große Schule in Obbornhofen. Richard war kein Dummkopf – im Gegenteil. An einem Sonntag hat er mal Zigaretten organisiert. Beim Rauchen sind wir dann prompt vom Bürgermeister Karl Kammer erwischt worden. Der sagte nur: ’Ihr Bube, raucht ruhig weiter – ich sage nix.’ Richards Vater hatte einen großen Hof und auch zwei große Pferde. Oft waren wir auch gemeinsam in Hungen beim Pferdemarkt. Richard sollte eigentlich mal den Hof übernehmen. Er aber war sehr an Technik interessiert. Er sagte immer: ’Auf einem Hof muss es nach Benzin stinken’ – er machte sich schon damals für einen Traktor stark. Aber noch mehr interessierte ihn die Fliegerei“.


Hugo Schneider wurde 1937 zum Reichsarbeitsdienst eingezogen. Die Wehrmacht schickte ihn über Polen und Frankreich bis nach Russland. Albert Wolf kam 1939 zum Reichsarbeitsdienst und dann ebenfalls zur Wehrmacht. Lange war er für die Bewachung von Herman Görings Residenz „Carinhall“ in der Schorfheide, gut 60 km nördlich von Berlin gelegen, zuständig. Dann musste auch er nach Russland.


Hans Kammer (78), der langjährige Vorsitzende des Heimatvereins in Obbornhofen war ein Nachbar von Richard Ruppel: „Mein Vater Albert hatte genau gegenüber einen Kolonialwarenladen. Sonntags machte mein Vater die Abrechnungen im Büro. Richard war oft da und holte Zigarren für seinen Vater. Soweit ich mich erinnere, ging Richard auf die Ackerbauschule, wollte aber unbedingt zur Luftwaffe. Sein Vater hatte ja einen der größten Höfe in Obbornhofen. Nach dem frühen Tod der Mutter kam mit Helena Passens ein Mädchen aus dem Ruhrgebiet auf den Hof, um ihr Landjahr zu absolvieren. Richard verliebte sich wohl in das Mädchen“.


Hans Kress kam 1953 im Zuge der Erneuerung des Stromnetzes beruflich nach Obbornhofen. Damals wohnte er bei Käthe Litz. Er lernte seine Frau Helga kennen, heiratete und blieb schließlich in Obbornhofen. In mühevoller Kleinarbeit renovierte der heutige Vorsitzende des Seniorenbeirates der Stadt Hungen liebevoll den „Kommenturhof“: „Wir fanden ein paar Fotos, Briefe und Bücher. So wurde ich auf Richard und sein Schicksal aufmerksam. Darunter war auch ein Buch von Hans Rabl  ’Das Ziel in den Wolken’. Ein Roman aus der Frühzeit des Fliegens. Das Buch wurde verfilmt und kam 1938 auch in die Kinos. Richard bekam dieses Werk offenbar zur Konfirmation. Trotz der umfangreichen Arbeit in der Landwirtschaft hat er wohl gerne gelesen. Spätestens da stand wohl sein Wunsch schon fest, einmal Flieger zu werden“.


Dieser Wunsch erfüllte sich schließlich. Nach dem Arbeitsdienst wurde er am 2. Juni 1941 zur Fliegerhorst-Kommandantur nach Altenburg eingezogen. Weitere Stationen seiner fliegerischen Ausbildung waren Grossenhain bei Dresden, Wien-Seyring und auch Berlin, wie zahlreiche Briefe und Postkarten an die Eltern belegen. Dabei lernte er auch ein Mädchen kennen, wie Albert Wolf und Hugo Schneider gemeinsam bestätigen. Aus Jüterborg war sie wohl und sei auch einmal in Obbornhofen gewesen. Auf einer Postkarte vom 14. November 1941 erfährt Richard vom Tod des Otto Gross –, offenbar der erste Gefallenen des Ortes.


Während eines Fronturlaubes von Hugo Schneider im September 1943 stirbt plötzlich die Mutter von Richard nach einer Gallenoperation. Am Tag der Beerdigung entstand auf dem Hof des Anwesens ein Foto. Darauf sind zu sehen: Hugo Schneider und ein nachdenklicher Richard Ruppel. Hans Kress hat es aufbewahrt und Hugo Schneider sieht so dieses Foto nach mehr als 65 Jahren das erste Mal.


Am 1. Oktober 1944 gehörte Ruppel der 1./Jagdgruppe Nord an, bevor er kurz vor Jahresende zum Jagdgeschwader Richthofen versetzt wurde. Dem gehörte als Leutnant und Flugzeugführer auch Günter Marsfelde an. Stationiert war er damals auf dem Flugplatz Harb bei Nidda: „Am Nachmittag des 31. Dezember 1944 erfuhren wir nach Einsatzende, dass wir auf dem Platz übernachten mussten. Eigentlich waren wir ja in Rodheim/Horloff in Privatquartieren untergebracht. Kein Alkohol, keine Verbindung nach außen. Am Neujahrsmorgen war um 6. Uhr wecken. Gegen 7.45 Uhr wurden wir zum Gefechtsstand gerufen. Unser Angriffsziel war der Flugplatz Saint-Trond (Sint-Truiden) in Belgien. Gut 300 Kilometer westlich von Nidda gelegen. Über Koblenz sammelten wir uns in der Luft mit den anderen Staffeln unseres Geschwaders. Die waren von Merzhausen, Ettingshausen und Altenstadt gestartet. Beim Überfliegen der Frontlinie bekamen wir ein Flakfeuer von einer einmaligen Stärke. Überall Aufschlagbrände von unseren Flugzeugen. Vereinzelt griffen wir noch den Flugplatz an. Ich beschoss im Tiefflug zwei Hallen im östlichen Teil und war einer der Wenigen, die schließlich unbeschadet nach Nidda zurückkehrten“ (Günter Marsfelde verstarb am 23. Juni 2008).


Richard Schuster (84) und Paul Scholz (84) stammen beide eigentlich aus Schlesien – genauer aus Oberglogau und Waldenburg. Gemeinsam waren sie 1944 von Berlin auf den kleinen Flugplatz nach Ettingshausen versetzt worden. Als Mechaniker waren sie zuvor bei einer Luftwaffen-Erprobungsstelle auf der Insel Usedom und bei einem Jagdgeschwader in Berlin gewesen. Am 2. Weihnachtsfeiertag 1944 hielt ihr Zug aus Berlin in Nidda an, und von da ab gehörten sie zur Flugplatz-Betriebskompanie Ettingshausen.


Beide wurden nach dem Krieg in Reiskirchen heimisch. Sie erinnern sich an den Neujahrsmorgen vor 65 Jahren: „Am Neujahrsmorgen haben wir die Motoren der Flugzeuge vorgewärmt. Das Gerät hatte drei Schläuche, wo die warme Luft raus kam. Einen davon haben wir immer für uns benutzt. Es war ja sehr kalt. Wir sind dann auf die Maschine rauf und haben den Motor angekurbelt. Ich betreute die ’Focke Wulf’ mit der 13 am Rumpf. Das war an diesem Tag die einzige, die nach dem großen Einsatz wieder zurückkam. Der Flugzeugführer war verletzt, rasierte bei der Notlandung erst fast die Flakstellung, raste dann in eine Schafherde und riss sich das Fahrwerk ab“, so berichtet Richard Schuster.


Paul Scholz sah die startenden Flugzeuge. Ab 10 Uhr hatte er Wache in der „Bessinger Schneise“: „Dort standen unsere getarnten Werkstattfahrzeuge im Wald. Sogar einen Kranwagen hatten wir. Kurz zuvor mussten wir noch den Motor einer im Wald abgestellten Junkers ’Ju 188’ wechseln. Gerade erst war ja wieder eine schmale Piste zum Starten fertig geworden. Kurz vor unserer Ankunft in Ettingshausen war ja der Platz am Heiligabend stark bombardiert worden“.


Die Luftwaffe setzten für diesen Einsatz gut 850 Flugzeuge ein. 143 Flugzeugführer waren innerhalb von vier Stunden gefallen oder vermisst – manche bis zum heutigen Tage. 21 wurden verwundet und 70 waren in Gefangenschaft geraten. Die meisten der Maschinen wurden von der massiven alliierten Luftabwehr an der Frontlinie abgeschossen, eine ganze Reihe davon aber auch von der eigenen Flak. Diese Einheiten waren wegen der Geheimhaltung nicht oder nur ungenügend über diesen Einsatz informiert worden. Demgegenüber sollen über 300 alliierte Flugzeuge zerstört und knapp 200 beschädigt worden sein.


Unteroffizier Richard Ruppel gehörte am 1. Januar 1945 zur 11. Staffel des Jagdgeschwaders 2 „Richthofen“ und flog eine „Focke Wulf FW 190 D 9“ mit der Werknummer 600407. Im Raum Lüttich – St. Trond gegen 9.15 Uhr nach Feindflug vermisst – so die lapidare Meldung der Luftwaffe dazu.

 

Hans Kammer erinnert sich, dass Richard vor Silvester 1944 in seinem Heimatdorf war: „Er war ja ganz in der Nähe stationiert, ob in Ettingshausen oder Altenstadt kann ich nicht mehr sagen. Ich sehe ihn noch stehen im Gasthaus ‚Henzel’, da traf sich damals immer die Jugend. Später wurde erzählt, er hätte gesagt: ’Morgen ist mein erster Feindflug – von dem komme ich nicht zurück’.

 

Eduard Ruppel erhielt nach bangen Tagen schließlich einen am 18. Januar 1945 geschriebenen Brief: „Sehr geehrter Herr Ruppel ! Es ist mir eine bittere und schmerzliche Pflicht Ihnen mitteilen zu müssen, dass Ihr Sohn Richard Ruppel seit dem 1. Januar 1945 vermisst ist. Wir flogen an jenem Tag zum Angriff auf feindliche Flugplätze im ostbelgischen Raum. Dieser Flug war Ihres Sohnes erster Einsatz gegen den Feind. Wir haben alles Erdenkliche versucht, über den Verbleib von Richard Nachricht zu erhalten, aber bei der augenblicklichen Überlastung der Nachrichtenmittel im Kampfraum sehr schwierig. Wir werden auch weiterhin mit allem Nachdruck die Nachforschungen betreiben. Sie dürfen mir glauben, dass es für mich als Einsatzführer sehr schwer ist, den Angehörigen diese schmerzliche Nachricht schreiben zu müssen. Ich darf Sie meines und der Staffel tiefsten Mitgefühls versichern. Ihr Richard war in der nur kurzen Zeit, der er der Staffel angehörte, fest mit ihr verbunden. Alle schätzten sein kameradschaftliches und hilfsbereites Wesen. Richard war ein guter und befähigter Flugzeugführer, der zu fliegen und zu kämpfen verstand. Sein Wegbleiben nimmt der Staffel nicht nur einen Kameraden, sondern auch einen guten einsatzfreudigen Flugzeugführer. Die Staffel wird ein ehrendes Gedenken bewahren. Sehr verehrter Herr Ruppel, es mag Ihnen im Schmerz um die Ungewissheit von Richards Schicksal ein Trost sein, dass er in der vordersten Reihen der Kämpfer an der Westfront gestanden hat. Ich habe Richards Eigensachen verpacken lassen und stelle sie Ihnen in den nächsten Tagen zu. Sollten Sie noch Fragen irgendwelcher Art haben, so stehe ich Ihnen jederzeit zur Verfügung. In dem ich Sie nochmals meiner und der Staffel herzlicher Anteilnahme an Ihrem Schmerz versichere verbleibe ich Ihr Werner Rossbach.“ Gut einen Monat später war der Briefschreiber, Oberleutnant Werner Rossbach (* 12. Mai 1915, + 25. Februar 1945), bei einem Einsatz im Raum Heidelberg-Mannheim selber ums Leben gekommen.

 

Erst sieben Jahre später erhält Eduard Ruppel von der „Deutschen Dienststelle für die Benachrichtigung der nächsten Angehörigen von Gefallenen der ehemaligen deutschen Wehrmacht“ (Wast) eine weitere Nachricht: „Die Dienststelle erfüllt hiermit die traurige Pflicht Ihnen mitzuteilen, dass Ihr Sohn, der ehemalige Unteroffizier und Flugzeugführer Richard Ruppel am 1. Januar 1945 gefallen ist.“ Seine Maschine stürzte im Verlauf eines Luftkampfes über Mützenich, Kreis Imgenbroich, ab, wobei er den Tod fand. Der Leichnam wurde durch Ortsbewohner geborgen und da die Personalien des Toten seinerzeit nicht festgestellt werden konnten, auf dem Grundstück des Reinhold Steffens in Mützenich mit noch zwei weiteren Gefallenen als unbekannter Soldat bestattet. Im Jahre 1946 erfolgte dann die Umbettung zum Ehrenfriedhof nach Vossenack bei Düren. Erst jetzt wurde aus dem völlig ausgebrannten Jagdflugzeug eine Erkennungsmarke geborgen, wodurch einwandfrei nachgewiesen werden konnte, dass es sich bei dem seinerzeit als unbekannt beigesetzten Soldaten um Ihren Sohn gehandelt hat“.

 

Ein Zufall half bei der Klärung dieses Schicksals. Ludwig Horrichs aus Aachen hatte als knapp 20-jähriger Student Absturzstellen aufgesucht, um Metall zu sammeln. Wegen des Koreakrieges (1950 bis 1953) war dies sehr gesucht. Der spätere Oberstudienrat für Geschichte erinnert sich: „Ich bin mit dem Fahrrad in die Eifel gefahren und habe Absturzstellen gesucht. So kam ich auch in die Gegend von Mützenich. Inmitten eines gut 50 Jahre alten Tannenwaldes befand sich eine kleine nasse Mulde mit Flugzeugteilen. Der Besitzer des Hotels „Zum Hirsch“, Helmut Eichstedt (+), kaufte damals das Metall als Zwischenhändler auf. Er war es auch, der beim Wiegen die Erkennungsmarke entdeckte. Das Deutsche Rote Kreuz wurde darüber informiert“.

 

Paula Steffens (78), deren elterlicher Hof nur ein paar Hundert Meter von der deutsch/ belgischen Grenze im „Hohen Venn“ entfernt liegt, erzählt: „Zusammen mit sieben Geschwistern wuchs ich dort auf. Über ein halbes Jahr wechselte die Front immer hin und her. Wir wurden evakuiert, durften dann wieder mal auf unseren Hof. So ging das zwischen den Amerikanern und Deutschen immer hin und her. Oft versteckten sich auch Soldaten bei uns in der Scheune. Vor Weihnachten 1944 landeten zwei Deutsche Fallschirmspringer bei uns. Ich höre heute noch die Schreie der Beiden, als sie erschossen wurden…“ (Bei den beiden Fallschirmjägern handelte es sich um Rolf Gau (Jahrgang 1925) und Hans Wiehemeier (1922). Beide waren zur Unterstützung der Ardennenoffensive in der Nacht vom 16. auf den 17. Dezember 1944 hinter den amerikanischen Linien abgesprungen).

 

„Den Heiligenabend verbrachten wir mit den Amerikanern. Davon gibt es sogar zwei Fotos. Die hat ein Offizier mit uns Kindern gemacht hat. Am Neujahrsmorgen hörten wir Flugzeuge und Schießen in der Luft. Dann stürzte ein Flugzeug nicht weit hinter unserem Hof ab. Das Wrack lag da und die Amerikaner hatten den verbrannten toten Piloten einfach an den Rumpf gestellt. Es war ja sehr kalt und es lag viel Schnee. Erst Ende März 1945 konnten mein Vater und mein Bruder Ernst die drei toten Soldaten gemeinsam auf unserer Wiese beerdigen. Vorher war es durch den ständig wechselnden Frontverlauf und den starken Frost auch gar nicht möglich. Später dann wurden die drei wieder ausgegraben und nach Vossenack auf den großen Kriegsgräberfriedhof umgebettet.“

 Hans Kress verweist auf eine Textstelle aus Richards Buch „Das Ziel in den Wolken“:

„Wie ist das, wenn man richtig abstürzt? Genau weiß ich es selbst nicht; es ging zu schnell. Aber ich glaub’, es wird nicht eigentlich unangenehm. Wenn der Tod selbst nicht schmerzt – das weiß ja keiner –, dann gibt es nichts Besseres als abzustürzen, denke ich…  – Das Schicksal von Richard Ruppel hat sich erfüllt. Ein Schicksal, das auch 65 Jahre später durch die Aussagen und Schilderungen damaliger Zeitzeugen noch so lebendig und aufwühlend wirkt, als seien die kriegerischen Ereignisse erst gestern passiert.



Richard Ruppel Fw 190


 

 
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