Fliegerschicksale über Lumda, Lahn und Ohm
  9. September 1944
 
Deutsche Verluste am 09. September 1944:

09.09.44 : Obfw. Michael Karl (1.) Gefallen,
* 07.12.17 Oberroth (Dachau),

Fw 190 A-8,  170 949,
2,5 km nördl. Marköbel bei Langendiebach,
Luftkampf mit 2 P-47,

Grabl.: Usingen/Ts., 
EM: Flgz.Fhr.Ü.Schule LF 74.

09.09.44 : Uffz. Walter Jürling (1.) Gefallen,
* 05.06.21 Osnabrück

Fw 190 A-8,  174 027,
Gelnhausen,
Luftkampf mit etwa 20 P-47,

Grabl.: Gelnhausen,
EM: 68 420/295.

09.09.44 : Uffz. Horst Görtz (2.) Verwundet,
* 01.09.20 Berlin,

Fw 190 A-8/R2,  681 040,
Bad Nauheim,
Luftkampf mit 3 P-47,

Lazarett: Bad Nauheim, 
EM: 68 420/504 (Gefallen am 18.11.44).

 09.09.44 : Oblt. Karl Michel (3.) Gefallen,
* 02.09.15 Bornich,

Fw 190 A-8,  170 617, „Gelbe 6”?,
Laubach-Kaiserbrücke, 
Luftkampf mit 6-10 P-47,

1. Grablage: Laubach,
2. Grablage: Bornich,
EM: 68 420/523.

 

 09.09.44 : Oblt. Wilhelm Seegers (4.) Gefallen,
* 30.06.15 Schulenburg (Leine),

Fw 190 A-8,  171 537,
Oberursel,
Luftkampf mit 10-15 P-47,

Grablage: Usingen, 
EM: 68 420 / 512.

 09.09.44 : Uffz. Oskar Walter Blanke (4.) Gefallen,
* 17.11.22 Eschwege,

Fw 190 A-8,  171 485,
Usingen, 
Luftkampf mit 10 P-47,

Grablage: Usingen,
EM: 68 420 / 518.

09.09.44 : Uffz. Heinz Topp (4.) Gefallen,
* 29.06.21 Sterkrade,

Fw 190 A-8,  171 728,
Ailertchen, 
Überschlag bei Landung, 100%,

Grablage: Usingen,
EM: 68 420 / 413.

 09.09.44 : Gefr. Robert Marschall (4.) Verwundet,
* 06.01.25 Mülhausen/Elsaß,

Fw 190 A-8,  170 610,
8 km südl. Merzhausen, 
Luftkampf mit 10-15 P-51,

Krankenhaus Usingen,
EM: 59 739/563.

 09.09.44 : (II.) Unverletzt,
Bf 109 G-14/AS,
Flugplatz Nidda,
Technische Probleme,

 09.09.44 : Fw. Ernst Johann Weyer (I.) Gefallen,
* 30.12.10 Wittenberg (Plön),

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Wiesbaden-Erbenheim,
Bombenangriff,

Grabl.: Südfriedhof Wiesbaden-Ehrenfeld,
EM: 3./JG 2 Nr. 100.





An Hand der o.a. Verlustaufstellung des Jagdgeschwader 2 "Richhofen" erkennt man, dass dieses Traditionsgeschwader erstmals nach der Rückverlegung ins damalige Reichgebiet größere Verluste zu beklagen hatte. Neben gleich sechs gefallenen Flugzeugführern wurden zwei weitere verwundet.
Auch bei einem Bombenangriff auf den Platz Wiesbaden-Erbenheim kam ein Angehöriger des Geschwaders ums Leben.
Neben den Focke-Wulf 190 A der I. Gruppe wurde auch eine Messerschmitt Bf 109 der II. Gruppe beschädigt. Dabei aber handelte es sich aber um eine technische Störung an einer Maschine, welche auf dem Platz Nidda auftrat.

Dieser 9. September 1944, ein Samstag, war ein milder, sonniger Tag und im Lumdatal machten sich viele, gerade junge Menschen, auf den Weg um zum Westwall zu fahren, wo die 16- und 17-jährigen Jungen zum Schanzen in den Raum Merzig befohlen waren.
Einer der Züge der Lumdatal, mit welcher diese Fahrt beginnen sollte, war der 17.00 Uhr-Zug in Odenhausen, mit welchem die Jungs zunächst zur Sammelstelle an den Oswaldsgarten nach Gießen fahren sollten.
Allein in Odenhausen standen ca. 40 Personen am Bahnhof um unter anderen die Jungen und auch andere Reisenden zu verabschieden. Auch u.a. aus Beltershain und Rüddingshausen waren viele nach Odenhausen gekommen um mit diesem Zug nach Gießen zu fahren.
Pünktlich um 17.20 Uhr fuhr der Zug aus dem Bahnhof aus.
Schon vorher hatte man einige Flugzeuge am Himmel beobachtet, denen man aber nicht viel Aufmerksamkeit zukommen ließ.
Urplötzlich aber gab es einen schrillen Pfiff von der Lokomotive und fast zeitgleich nahm man die Flugzeuge wahr, die begannen auf den Bahnhof und den Zug zu schießen. Es handelte sich um vier amerikanische Jagdbomber vom Typ P-47 "Thunderbolt", die den Zug und die wegrennenden Menschen mehrmals angriffen und beschossen.
Im und am Zug kamen bei diesem Angriff 16 Menschen ums Leben, darunter auch der Lokführer Johann Hedderich aus Gießen und der Heizer Ludwig Jacobi aus Staufenberg. Auch fünf der zum Schanzen abkommandierten Jungen kamen ums Leben.

















Aber auch die amerikanischen Piloten sollten nicht ungeschoren davon kommen. Die I. Gruppe des Jagdgeschwaders 2 kam mit den Thunderbolts der 356. Fighter Group in Luftkämpfe. Dabei konnten die deutschen Flugzeugführer drei der vier an diesem Angriff beteiligten P-47 abschießen.
Einer der drei Piloten, Second Lieutenant John H. Garlent, starb beim Absturz seiner Maschine um 17.45 Uhr zwischen Langgöns und Kirch Göns.

(Zeitungsbericht aus dem Gießenr Anzeiger vom ??.????)




(Zeitungsbericht vom ??.??.??)











Dieser Bericht wird nach und nach fortgesetzt, so dass man die Zusammenhänge dieses Tages besser verstehen kann. Aufgrund meines Urlaubs wird sich der Abschluss dieses Berichtes noch um einige Wochen hinziehen.



 
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