Fliegerschicksale über Lumda, Lahn und Ohm
  Nach dem 2. Weltkrieg
 
Mölln im April 1960
 
Es war der 15. April 1960, als sich im Wald zwischen Mölln, Wittelsberg und Rauischholzhausen ein Flugzeugabsturz ereignete.
Auf dem Flug vom Vaerlose Flughafen in Dänemark zur Air Base nach Wiesbaden stürzte im genannten Waldstück ein amerikanisches Flugzeug ab. Die VC-47 D "Skytrain" wurde von Major John William Talley geflogen. Der Co-Pilot war Colonel Paul Emile Williams.
An Bord befanden sich außer den beiden Piloten noch zwei weitere Soldaten, die der Airbase Wiesbaden angehörten. Es waren die beiden Aircraftsman John W. Farrell und Donald Koff. Nach einer Zwischenlandung in Kopenhagen befand sich die Maschine ca. 9 Minuten vor dem Überflug von Bad Nauheim, als die Maschine in einem Gewitter von einem Blitz getroffen wurde. Die Frontscheibe wurde zerstört und die Maschine verlor stark an Leistung, woraufhin der Co-Pilot den Männern den Befehl erteilte, die Fallschirme anzulegen und abzuspringen. Die vier Männer kamen alle bei Rauischholzhausen gesund zu Boden und wurden noch am selben Tag zu ihrer Einheit nach Wiesbaden gebracht.
Dank Heinrich Luzius (+) aus Roßdorf haben wir zu diesem Fall eine Fotoserie bekommen, die wir ihnen nicht vorenthalten möchten.




























 
Beltershausen Mitte der 1950er-Jahre

Vermutlich im Jahre 1954 oder 1955 musste ein amerikanisches Militärflugzeug unweit von Beltershausen eine Bauchlandung machen.
Es war in etwa Spätsommer oder Herbst, als er auf einen Rübenacker seine Maschine auf den Bauch warf. Ihm gelang es noch blutend allein aus der stark rauchenden Maschine auszusteigen.
Nach mehreren Stunden wurde die Unglücksstelle von amerik. Militär abgesperrt und die Maschine in Einzelteile zerlegt und mit Lastkraftwagen abtransportiert. Der Zeitzeuge Peter Hoss, damals sieben oder acht Jahre alt, kann sich noch daran erinnern, dass die Maschine eine gelbe Lackierung hatte und durch einen Sternmotor angetrieben wurde.
Wir haben leider bisher keine weitergehenden Informationen zu diesem Unglück. Eine Anfrage im Luftwaffe Bullet Board brachte leider noch nicht das ersehnte Ergebnis, es kann aber derzeit davon ausgegangen werden, dass es sich um eine Texan T6 oder die in kanadischer Lizenz gebaute Harvard Mk 4 handelte. 
 
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